Was andere erlebt haben

Hier findest du Berichte von anderen Freiwillige, die vor dir ein FSJ oder einen BFD gemacht haben. Manchmal hilft es ja, mit Leuten zu reden oder zumindest darüber zu lesen, was sie erlebt haben und was aus ihnen nach dem Jahr geworden ist. Viel Spaß beim Lesen.

Chiara hat ihre Auszeit mit Kindern genossen

Ich bin Chiara, 20 Jahre  und habe meinen Freiwilligendienst im Kindergarten Kinderhaus Kiste in Nürnberg gemacht. Die Kinder dort sind zwischen 2,5 und 6 Jahre alt. Zum Kindergarten gehört auch ein Hort. Das Team besteht aus super lieben Erzieherinnen. Ich hätte mir kein besseres Team vorstellen können. Meine  Aufgabe bestand darin, die Erzieherinnen bei allem, was so anfiel, zu unterstützen. Mir wurde  viel Verantwortung übertragen und sowohl während der Arbeit, als auch in den Teamsitzungen wurde ich als vollwertige Mitarbeiterin angesehen.

Nach dem Abitur wollte ich etwas Sinnvolles machen, aber nicht sofort mit der Ausbildung beginnen. So kam ich auf die Idee, einen Freiwilligendienst zu absolvieren. Für alle diejenigen, die denken einen Freiwilligendienst macht man nur, wenn man danach beruflich auch etwas im sozialen Bereich machen möchte: Ich besuche gerade eine Berufsfachschule für Hotelmanagement, mache also etwas ganz anderes.  Trotzdem bin  ich sehr dankbar für dieses Jahr im Kindergarten. Ich konnte  praktische Erfahrungen sammeln und anderen  helfen.  Auch das, was dir die Kinder zurückgeben, ist einfach unbezahlbar. Selbst wenn es nur eine Umarmung oder ein, „Ich hab dich lieb“, ist. Ich habe gemerkt wie sehr man geschätzt wird und das tut wirklich gut. Ich kann jedem, der nach der Schule etwas Praktisches machen will oder einfach mal eine Auszeit nehmen möchte,  sich gerne engagiert und  Kinder mag, empfehlen einen Freiwilligendienst  im Kindergarten zu machen.

Alexander erzählt von seinem Einsatz im Krankenhaus

Ich heiße Alexander, bin 19 Jahre alt und möchte euch von meinen Erfahrungen als Freiwilliger berichten.

Mir ging es nach meinem Abitur wie sehr vielen – es gab eine große Lücke und viele Fragezeichen. Was will ich beruflich machen, was macht mir Spaß, wo sind meine Stärken und Schwächen, welches Studium ist das Richtige für mich?

Und vor allem: Was tun, um die Zeit bis zum Sommer- oder Wintersemester sinnvoll zu füllen und richtige Entscheidungen zu treffen? Die Lösung war für mich ein Freiwilligendienst.

Ich habe mich am Klinikum Aschaffenburg-Alzenau um eine freie Stelle als beworben und den Dienst am 1. September gemeinsam mit meinem Zwillingsbruder angefangen. Im Klinikum wurde ich bisher im Krankentransportdienst und im Stationsdienst eingesetzt. Im Krankentransportdienst bringe ich Patienten zu den verschiedenen Untersuchungen, zu anstehenden Operationen und in verschiedene Bereiche, wie in die Röntgenabteilung oder in die Notaufnahme.

Im Stationsdienst gibt es wichtige und verantwortungsvolle Aufgaben zu erledigen. Ich messe Vitalzeichen, gebe Essen aus, bereite Betten vor oder wechsele einem Patienten den Verband.

Das Arbeiten in einem Team ist eine neue und sehr gute Erfahrung und macht viel Freude. Auch die Arbeit mit den Patienten ist toll, weil ich sehr viel Dankbarkeit, Respekt und positive Resonanz bekomme.

Eine sehr gute, sinnvolle Ergänzung zur Arbeit und absolute Highlights meines Freiwilligendienstes sind die Seminartage. Diese Tage werden in regelmäßigen Abständen eingestreut und bilden eine schöne Abwechslung zu dem Arbeitsalltag. Wir werden geistig gefordert und da wir feste Gruppen haben, können sich auch Freundschaften entwickeln. Bei den Seminartagen werden sehr interessante Themen ernsthaft bearbeitet, trotzdem kommt der Spaß nicht zu kurz.

Der Freiwilligendienst ist interessant, lässt mir Raum zum Nachdenken und nutzt mir, aber auch der Gesellschaft und ist deswegen eine gute Entscheidung gewesen.

Vanessa hat der Lebenswille von querschnittgelähmten Menschen fasziniert

Ich heiße Vanessa und bin 21 Jahre alt.

Ich habe meine FSJ-Reise in der Hohen Warte Bayreuth angetreten. Ein Jahr lang habe ich Querschnittpatienten (sowohl Kinder, als auch Erwachsene) während ihres Krankenhausaufenthalts begleitet.

Um ehrlich zu sein, wusste ich vorher nicht so wirklich, worauf ich mich da einlasse und hatte vor allem Bedenken, ob mich die Schicksale der Menschen mitnehmen würden.

An den Krankenhausalltag muss man sich erstmal gewöhnen. Ich hatte aber ein super Team, das mich von Anfang an auf meiner Reise begleitet und unterstützt hat. Zu Beginn wurde ich von Kollegen zu Patienten begleitet, später habe ich selbst geplant wann ich zu welchem Patient gehe und was ich mit ihm unternehme. Meine Aufgabe bestand darin, den Krankenhausaufenthalt abwechslungsreich und angenehm zu gestalten. Da ich im Bereich der Ergotherapie angestellt war, habe ich viele Therapieeinheiten mitbekommen und dadurch sehr schöne Momente erlebt. Stell dir vor du hast einen Unfall und bist ab diesem Zeitpunkt querschnittgelähmt, dein ganzes Leben wird verändert. Und doch kämpfen diese Menschen, um ihre Freiheit wieder zu bekommen und du bist täglich dabei. Du siehst Fortschritte und siehst wie sich die Person darüber freut.

Aber nicht nur die Arbeit im Krankenhaus war super, sondern auch die Seminare. So viele junge Menschen, die alle etwas ganz eigenes mit in die Gruppe gebracht haben.

Jetzt mache ich bald mein Examen zur Heilerziehungspflegerin und bin einfach nur froh.

Für Max war das FSJ in der Arbeit im Seniorenheim und mit Menschen mit Behinderung die richtige Entscheidung

Ich heiße Max und bin mittlerweile 21 Jahre alt.

Direkt nach meinem Abitur habe ich mit 18 ein FSJ beim Paritätischen absolviert. Dort war ich für ein Jahr in einem Heim für Menschen mit Behinderung und in einem Altenheim eingesetzt.Da ich zuvor eigentlich keinerlei Erfahrungen in diesen Bereichen hatte, war der Respekt vor der Arbeit und die Aufregung sehr groß. Diese Angst wurde mir jedoch sehr schnell genommen, alle Mitarbeiter haben mich so gut es nur ging unterstützt, angeleitet und mir mit einem guten Rat zur Seite gestanden.

Die ersten Tage war es komisch und ungewohnt, vor allem mit fremden Menschen so intim und vertraut zu arbeiten, jedoch wurde dies von Tag zu Tag immer mehr zur Routine und hat sich als eine spaßige und tolle Arbeit herausgestellt, wo man wichtige und manchmal auch traurige Erfahrungen macht.

Neben den vielen Stunden in der Praxis und bei der jeweiligen Einsatzstelle gab es noch Seminare mit den Verantwortlichen des Paritätischen. Hier stand Spaß, der Austausch von Praxisinformationen und natürlich der nötige fachliche und theoretische Input im Vordergrund. Neben der klassischen sozialen Arbeit in der Einsatzstelle waren diese Wochen eine schöne Abwechslung und brachten neue Ideen und Möglichkeiten.

Genau diese Möglichkeiten und neuen Informationen konnte ich während meiner Arbeit sehr gut umsetzen, da ich mit der Zeit immer mehr Verantwortung übertragen bekommen habe und ich mehr und mehr planen und selbst umsetzen konnte.

Alles in allem war es ein wichtiges und schönes Jahr, auf das ich jetzt noch gerne zurückblicke und immer wieder davon profitiere.

Auch wenn ich mittlerweile nicht mehr im sozialen Bereich tätig bin und etwas komplett anderes mache, kann ich ein FSJ gerade auch denen empfehlen, welche nach dem FSJ eine ganz andere berufliche Richtung einschlagen wolle, da es Erfahrungen mit sich bringt, welche einem die Möglichkeit geben manche Dinge differenzierter zu betrachten.

Ein FSJ ist definitiv die richtige Entscheidung!

Sabrina berichtet von ihrem BFD mit Jugendlichen

Stell dir vor, du stehst jeden Morgen auf und freust dich auf deine Arbeit. Du hast in deiner Arbeitsstelle jeden Tag etwas zu lachen und bist jeden Abend froh, am nächsten Morgen wieder hingehen zu können. Genau so ging es mir jeden Tag während meines Freiwilligendienstes.

Ich heiße Sabrina, bin 20 Jahre alt und habe meinen Freiwilligendienst bei Kompass Impuls im bayrischen Ottobeuren gemacht. Eine Einrichtung, in der Jugendliche mit Suchtproblemen die Chance auf eine Therapie und ein cleanes Leben haben.Meine Reise begann im September und sollte elf Monate dauern.  Eigentlich waren  nur  sechs  Monate geplant, doch im Laufe der Zeit habe ich mich so wohl gefühlt, dass im Dezember 2014 der Verlängerungsantrag schnell geschrieben war.

Die ersten Wochen waren aufregend. Ich war nicht nur mit meinen neuen Aufgaben konfrontiert, sondern auch mit neuen Gesichtern und Namen, die ich mir merken musste. Doch ich habe mich schnell eingearbeitet und auch der Zugang zu den Jugendlichen ist mir gut gelungen. Immer mehr bin ich Teil des Teams geworden. Die typischen Aufgaben des Freiwilligen bei Kompass Impuls ist der Fahrdienst. Aber ich habe mit den Klienten auch Zeit bei Freizeitaktivitäten verbracht.

Nicht  nur die Zeit in meiner Stelle war unbezahlbar, auch die Seminare waren spannend. Durch unsere selbstgewählten Themen (u.a. Selbstverteidigung und Kindesmissbrauch), Zeit für Diskussionen und Austausch wurden sie zu etwas Besonderem.

Meine Arbeit hat mir so gut gefallen,  dass ich in meinen Semesterferien wieder dort arbeiten werde.

Durch den BFD bin ich aufgeschlossener  und unbeschwerter geworden und schätze die schönen Momente im Leben mehr

Text-Teaser (Box Blau)

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