Geschichte

Das Freiwillige Jahr (FSJ) geht bis auf das Jahr 1954 zurück. Damals warb man unter dem Motto "Gib ein Jahr für deinen Nächsten" junge Menschen an, um in sozialen Einrichtungen mitzuarbeiten. Im Laufe der Jahre entwickelte sich diese Form der freiwilligen Engagements mit großem Erfolg weiter. 1964 wurde dann ein Gesetz zur Förderung des Freiwilligen Sozialen Jahres verabschiedet, in dem das FSJ als Bildungs- und Orientierungsdienst verankert wurde.

Das Gesetz wurde dann mehrmals novelliert und das Trägerprinzip, die zu gewährenden Leistungen und die pädagogische Begleitung festgeschrieben und bestätigt. Seit dem Juni 2008 ist das bis heute gültige Gesetz zur Förderung der Jugendfreiwilligendienste (JFDG) in Kraft, das die vorherigen Regelungen ersetzt.

 

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) wurde als Ersatz für den zum 30. Juni ausgesetzten Zivildienst von der Bundesregierung eingeführt. Ziel war es, zumindest ansatzweise einen Ersatz für die wegfallenden Zivildienstleistenden in den Einrichtungen zu schaffen. Bei der Ausgestaltung des BFD orientierte man sich an dem bewährten Format der Jugendfreiwilligendienste, öffnete aber auch älteren Menschen den Zugang zum Freiwilligendienst. Mittlerweile entschließen sich jährlich mehr als 35.000 Menschen für einen BFD.

2015 wurde das Gesetz um den § 18 ergänzt. Damit reagierte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf die aktuelle Flüchtlingssituation in Deutschland. Mit der Änderung soll die Integration von Geflüchteten gefördert werden, indem die Einsatzmöglichkeiten für die Arbeit mit Flüchtlingen erweitert wurden und Asylberechtigte und Asylbewerber/innen mit Bleibeperspektive einen BFD antreten können.

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Gesetzliche Grundlagen

Für beide Dienste gibt es Gesetze, in denen die Rahmenbedingungen zur Durchführung der Freiwilligendienste geregelt sind.

Für den BFD ist das Gesetz über den Bundesfreiwilligendienst  (BFDG) grundlegend.

Für das FSJ ist das Gesetz zur Förderung der Jugendfreiwilligendiensten (JFDG) grundlegend.

Ergänzend greifen Gesetze wie z.B. Arbeitszeitgesetz oder für Minderjährige das Jugendarbeitsschutzgesetz.

Der Paritätische und seine Werte

Der Paritätische Wohlfahrtsverband, Landesverband Bayern, e.V. ist ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege. Unter seinem Dach haben sich ca. 800 Mitgliedsorganisationen aus allen Bereichen der sozialen Arbeit zusammengeschlossen. Wir tragen die Idee der Parität, der Gleichwertigkeit aller Menschen, in die Gesellschaft und verwirklichen diese auch im Verband und somit in den Freiwilligendiensten.

Im Paritätischen leben wir die Werte von Vielfalt, Offenheit und Toleranz. Deshalb sind für uns alle Freiwillige willkommen, unabhängig von ihrem Bildungsabschluss, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Herkunft, Religion oder Weltanschauung. In unseren Gruppen arbeiten wir inklusiv und erleben die Vielfalt als Bereicherung. Wir nehmen die Unterschiede zwischen Menschen und Lebensweisen wahr und begegnen einander mit Offenheit und Toleranz.

 

Unser Leitbild für die FWD